Jonas (2011)

Von: Jonas (2011)

ch war 2009 das erste Mal in den USA um einen Freund zu besuchen, der hier schon länger studiert. Als ich wieder in Deutschland war, wollte ich wieder zurück--für mein Studium. Ich habe ich mich nach einer Möglichkeit umgeschaut, alles zu organisieren und bin auf International Doorway gestoßen.

International Doorway stand mir bei jeder Frage zur Seite. Es waren natürlich sehr viele Schritte nötig um endlich alle Unterlagen zu bekommen aber mit deren Hilfe habe ich eine Sache nach der anderen abgehackt.

Im August 2009 war es dann soweit. Ich habe mich am Düsseldorfer Flughafen morgens früh von meiner Familie verabschiedet. Natürlich vergisst man so einen Moment nicht so schnell. Allein diese Erfahrung - Menschen, die man ein Leben lang täglich um sich hat für längere Zeit nicht mehr zu sehen - ist sehr wertvoll.

Um vier Uhr nachmittags Ortszeit kam ich im Hotel in St. Charles an. Es waren gefühlte 40 Grad im Schatten. Trotz sieben Stunden Zeitverschiebung war ich hellwach. Ich wusste, dass ich erst am nächsten Tag zum Check-In an der Uni sein musste, aber auch dass ich in diesem Ort die nächsten vier Jahre meines Lebens verbringen würde.

Ich habe mir trotz des Wetters meine Sportklamotten angezogen und bin durch die Stadt Richtung Campus gelaufen.

Lindenwood hat mich sofort umgehauen. Die Gebäude sind teilweise fast 200 Jahre alt, andere wurden erst von ein paar Monaten neu eröffnet. (Im Anhang habe ich euch Fotos mitgeschickt.)

Der Check-In am nächsten Morgen verlief reibungslos und ich habe sofort Studenten aus allen möglichen Ländern kennen gelernt. Mit meinem “Roommate” hatte ich Glück--Ein Masterstudent aus Manchester, England.

Überhaupt habe ich mich sehr schnell eingelebt. Die Lindenwood University bietet, wie die meisten Universitäten, eine Einfuehrungswoche für internationale Studenten an bevor das Semester offiziell anfängt.

Letztendlich muss man sich nur vor Augen halten, dass jeder Freshman in der gleichen Situation ist. Die meisten Neuankömmlinge kennen niemanden und jeder will neue Leute kennen lernen.

An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass über 30% der auf dem Campus lebenden Lindenwood Studenten internationale Studenten aus über 90 verschiedenen Ländern sind. Wenn man mit einer offenen Einstellung an die Leute herangeht kann der "Lindenwood student body" ungemein dabei helfen, sein Weltbild aufzufrischen.

Ich möchte allen Interessieren Studenten ganz ehrlich sagen, dass mangelnde Englischkenntnisse kein Grund sind, sich gegen ein Studium an Lindenwood zu entscheiden. Es gibt für internationale Studenten englische Einführungskurse, wenn sie große Englischprobleme haben. Alles kein Problem. Man wächst mit der Zeit hier.

Das Schulsystem ist sehr leicht zu verstehen. Jeder Student erhält je nach Major ein "bingo sheet" auf dem die nötigen Kurse stehen. Im Laufe der vier Jahre müssen alle Kurse abgehackt werden. Lindenwood setzt hier auf die größt mögliche Flexibilität, denn die meisten Professoren wissen, dass viele junge Erwachsene noch Zeit brauchen Ihre Leidenschaft zu finden. So kann man mit verschiedenen Fächern experimentieren ohne Zeit zu verlieren.

Im Gegensatz zu Deutschland stellt man sich seinen Stundenplan zeitlich selbst zusammen, wie es gerade passt. Das ist vor allem dann angenehm, wenn man Sport betreibt. Ab 2012 wird Lindenwood sogar in der NCAA div. II vertreten sein.

Lindenwood bietet mit fast 50 verschiedenen Sportarten so gut wie jedem Studenten die Möglichkeit den passenden Sport zu finden. Damit ist Lindenwood eine der führenden Universitäten in den USA was die Auswahl angeht.

Auswahl setzt sich auch im Akademischen fort. Lindenwood bietet mit ca. 100 verschiedenen Studiengängen auch hier für jedes Interessengebiet etwas. Das ist zwar in den USA nichts außergewöhnliches aber Lindenwood ermöglicht es als privates Liberal Arts College neben der großen Auswahl immer noch ein persönliches Verhältnis zu den Professoren zu bewahren. Das Professoren-Studenten-Verhaeltnis ist 18:1. Das ist an den meisten staatlichen Unis in den USA nicht der Fall.

Die Kombination aus "private liberal arts education" und NCAA div. II ist zudem fast einzigartig.

Lindenwood ist eine von sehr wenigen schuldenfreien Unis in den USA und kann sich dadurch erlauben, jedes Jahr problemlos erlauben Millionen und die Ausbreitung der Uni zu investieren, trotz Wirtschaftskrise. Das färbt sich positiv auf die Campus-Stimmung ab.

Die Professoren wissen, dass die einen sehr sicheren Arbeitsplatz haben und das spiegelt sich in deren Motivation wieder. Lindenwood wurde vor einigen Monaten unter die Top 25 Unis gewählt, für die es sich lohnt zu arbeiten. Somit bewerben sich immer mehr ausgezeichnete, erfahrene Professoren und Lindenwood kann anfangen nur die besten Professoren einzustellen.

St. Charles an sich ist eine kleine Studentenstadt. Ca. 10.000 Studenten wohnen auf dem Campus und dabei hat St. Charles nur 60.000 Einwohner. Man kennt sich untereinander und auf der Mainstreet in St. Charles trifft man Abends immer bekannte Gesichter.

St. Louis ist mit dem Auto auch nur eine halbe Stunde entfernt. Auch dort wimmelt es von jungen Leuten und Studenten. St. Louis ist eine sehr progressive Stadt und man merkt genauso wenig wie auf dem Campus dass man im "langweiligen" Midwest ist.

Ich möchte allen Interessenten International Doorway ans Herz legen. Der Schritt, in den USA zu studieren hat mich nicht nur beruflich von der Masse abgesetzt. Vor allem persönlich kann ich mich hier super weiter entwickeln und durch das Lindenwood "work&learn program" in alle möglichen Bereiche des Berufsleben herein schnuppern. Diese Erfahrung hilft ungemein, dass man nicht den falschen Berufsweg einschlägt.

Lindenwood gibt einem alle Möglichkeiten das beste aus seinem Leben zu machen und wenn man es richtig nutzt kann man es hier sehr weit bringen.

Ich bin mittlerweile ein LU-ambassador und bin gerne bereit weitere Fragen zu beantworten. Meine E-Mail Adresse ist jonaskehrbaum@googlemail.com

Mit den besten Grüßen aus St. Charles!