Romina (2011)

Von: Romina (2011)

Die Zusammenarbeit mit International Doorway hat einwandfrei geklappt und ich hatte eine große Auswahl an Universitäten. Nach einiger Recherche entschied ich mich letztendlich für die Lindenwood University in St. Charles, Missouri. Die Universität bot mir im Bereich Kommunikationswissenschaften die besten Möglichkeiten. Zudem war mir die Nähe zu einer größeren Stadt wie St. Louis wichtig. Das Einschreiben an der Uni sowie das Beantragen des Visums ging fix und ohne Probleme von statten und schon bald ging es für mich in die USA.

Nach drei Semestern an der Lindenwood University ist mein Bachelor-Studium jetzt schon zur Hälfte vorbei. Jedes Semester dauert 16 Wochen, über Weihnachten hat man sechs Wochen frei, im Sommer sogar 14 Wochen. Im „winter break“ kann man innerhalb drei Wochen einen zusätzlichen Kurs belegen, und im „summer break“ können drei Kurse á vier Wochen belegt werden. Dazu gibt es noch eine Woche Spring Break, und auch über Thanksgiving und Ostern haben die Studenten einige Tage frei.

Während des Semesters belegt man meist zwischen vier und sechs Kurse (12-18 Credits). Großes Plus der Uni: bei guten Noten können im Semester kostenlos zusätzliche Klassen belegt werden (bis zu 24 Credits) und das Studium damit schneller abgeschlossen werden. Außerdem können durch Einsenden des Abiturzeugnisses bei WES, einem Evaluierungsservice, manche Fächer aus der Gymnasialzeit als Credits angerechnet werden. So spart man sich einige der General Education Kurse.

In Zeiten ständiger Wirtschaftskrisen sind viele amerikanische Universitäten verschuldet. Nicht so die Lindenwood University, die finanziell nicht in Schwierigkeiten steckt und dennoch attraktive Stipendien vergibt. Die Uni wird immer weiter ausgebaut, und so hat im Sommer erst ein neues Gebäude nur für die Studenten eröffnet, inkl. Cafeteria, Fitnessstudio, und Game Room. Momentan findet der Bau neuer Tennisplätze statt, und bald sollen neue Apartments für die Studenten und ein kleines Einkaufszentrum gebaut werden.

Natürlich kommen auch an einer amerikanischen Universität immer mal wieder Probleme auf, aber es hilft sehr, mit Security, Maintenance, und den Resident Assistants/Directors befreundet zu sein. Man muss manchmal mit einem Lächeln über manche Ungeordnetheit in den Business Offices hinwegsehen und einiges selbst in die Hand nehmen. Auch der jeweilige Advisor, der Studienberater, kann hilfreich sein, oder eben auch nicht. Wenn man aber weiß, was man möchte, ist das alles kein Problem. Das International Office hilft auch jederzeit gern weiter und kennt die Schwierigkeiten, mit denen internationale Studenten oftmals zu kämpfen haben.

Das Wichtigste ist aber, dass ich das Studium hier sehr genieße, wahrscheinlich weitaus mehr als es in Deutschland der Fall wäre. Nach 1,5 Jahren in Vorlesungen mit meist unter 20 Studenten und topmodern eingerichteten Unterrichtsräumen, könnte ich es mir nicht vorstellen, in deutschen Universitäten auf dem Boden zu sitzen. Ich fühle mich hier bestens von den Lehrern betreut, die einem jederzeit bei Fragen zur Verfügung stehen. Man knüpft hier schon früh Kontakte, die einem nach dem Abschluss von Nützen sein können. Die meisten Lehrer im Bereich Kommunikationswissenschaften haben langjährige Erfahrung in der Medienwelt und geben so für die berufliche Zukunft relevantes Feedback. Diese sehr persönliche und breit gefächerte Ausbildung würde ich für nichts eintauschen.