Yvonne (2011)

Von: Yvonne (2011)

Mein Name ist Yvonne und ich bin direkt nach dem ABI als AuPair in die Staaten gereist. Nach meinem AuPair Jahr hab ich Amerika so sehr geliebt, dass für mich klar war, dass ich zurück will und hier studieren möchte.

Durch Google bin ich auf International Doorway gestoßen und hab direkt angerufen. Am Anfang dacht ich das kann nicht sein da muss doch ein Haken sein. Ein Stipendium, einfach alleine weil ich Nicht-Amerikanerin bin, meine Noten spielen nur eine geringe Rolle und ich muss eigentlich nur genauso viel zahlen, wie wenn ich in Deutschland studieren würde, obwohl die meisten amerikanischen Schulen irrsinnig teuer sind?! Nach meinem Telefonat mit international Doorway und der mehrmaligen Versicherung derenseits, dass es keinen Haken an der Sache gibt hab ich mich entschlossen mit IDEA zusammen meine Reise durch den nötigen Papierkram zu starten.

Ich hab mich nach langer Internet Recherche und Besprechungen mit IDEA, amerikanischer Hostfamilie und Eltern für die Campbellsville University in Kentucky entschieden. IDEA hat dann den Kontakt aufgebaut und mir mit Visa und Zeugnissen geholfen und nach etwa 3 Monaten war alles geregelt und ich konnte es nicht erwarten endlich mein Amerikanisches College Leben zu starten.

Da ich den Sommer bei meiner amerikanischen Familie verbracht habe und die mich runter gefahren haben zum Schulbeginn, kann ich nicht viel über den Empfang sagen, aber ich hab von anderen Internationals gehört, dass der Empfang sehr nett war und wenig verwirrend, da große Schilder hochgehoben werden. Der Service für internationale Studenten hier ist sehr gut. Da wir hier ja kein Auto haben und das Fehlen eines Autos hier alles erschwert, bietet CU mehrere Busse über die Woche verteilt an. Mittwochs fährt alle 30 Minuten ein Bus zu Wal-mart, Dienstags fahren Busse zur 3-Dollar- Kino Nacht und die CIE (das Büro für Internationale Studenten) bietet mindestens einmal im Monat Trips an, damit man auch mal hier aus der Stadt rauskommt zum Beispiel Sightseeing in Chicago, Shopping in Cincinnati, Konzerte in Louisville/ Cincinnati/ Nashville..., Springbreak in Orlando und vieles mehr.

Hier angekommen in Campbellsville wurde mir direkt alles gezeigt und alle waren so interessiert woher ich komm und wie es in Deutschland ist, dass ich kaum alleine war und ich mich sehr willkommen gefühlt hab. Mein Advisor hat mir dann auch direkt geholfen mich für die Klassen, die eine Woche später gestartet haben zu registrieren und hat mir die ganzen Möglichkeiten gezeigt, die ich mit meinem Major Mass Communication hier auf dem Campus hab.

Was die Freizeit hier angeht, bietet Campbellsville einiges damit einem nicht langweilig wird. Von Spielhalle bis Pool haben wir hier alles auf dem Campus. 15 Minuten vom Campus ist der Green River Lake wo sich im Sommer alle treffen zum Schwimmen und Beachvolleyball spielen. Die großen Events sind meistens immer die Football und Soccer Spiele im Sommer die, die Volleyball und Basketball spiele im Winter und dann Baseball im Frühling. Auch bietet Campbellsville immer wieder Feiern an wie 80s Rollerblade Disco, International Fare, Musicals, Theater, und und und…

Das einzige Minus was ich hier sagen würde ist, dass wir 1,5 Stunden von den großen Städten Louisville und Lexington weg sind. Um Clubben zu gehen auf der 4th street in Lousiville brauch man einen Fahrer und Zeit. Hier um den Campus rum hat es jedes Wochenende aber auch private Hauspartys um Leute kennenzulernen und zu feiern. Durch die weite Entfernung hat es hier auch kaum Shopping Möglichkeiten. Es hat zwar mal hier und da kleine Lädchen, aber um richtig Einkaufen zu gehen muss man dann doch den weiten Weg in Kauf nehmen.

Der Unterricht hier im Vergleich zu Deutschland ist einfacher. Wenn man ein bisschen Disziplin mitbringt und bereit ist sich hinzusetzen und zu lernen, ist mit Sicherheit ein Platz unter den Guten Schülern der Schule reserviert. Die Professoren im Mass Communication Bereich sind Profis und wissen von was sie reden und können einem wertvolle Tipps auf den Weg geben. Um das Verständnis Problem, wegen noch nicht perfektem Englisch, muss man sich gar keine Sorgen machen man kommt schnell rein und die Professoren sind mehr als nur bereit es dir wieder und wieder zu erklären.

Campbellsville University ist eine christliche Schule und das spiegelt sich hier auch in vielen Aspekten wieder. Sonntags gehen hier viele zu Kirche, es hat unter der Woche Bible Studies zu denen man gehen kann und Mittwochs morgens ist Chapel angesagt. Obwohl die Schule sehr Christlich ist wird es jedem selbst überlassen seine Religion zu handhaben. Die Türen stehen immer für einen offen, aber man muss nicht in Gottesdiensten und ähnlichen partizipieren.

Alles in allem bin ich froh mit meiner Entscheidung nach Campbellsville zu kommen, da ich viele aufregende Freundschaften knüpfen konnte und ich durch das geringer vorhandene Partyleben (hier hat es Partys aber es ist nicht American Pie ;p ) hier an der Schule mich auf das Lernen konzentrieren kann und im Endeffekt ist das ja auch der Grund warum ich hier bin.